"Wie politisch darf unsere Kirche sein?" Bischof Voigt referierte in Berlin-Neukölln Reichstagsgebaeude a

Anfang Januar referierte der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt, D.D. (Hannover), in der Evangelisch-Lutherischen Paulus-Kirche Berlin-Neukölln der SELK zum Thema "Wie politisch darf unsere Kirche sein?".

In seinem Referat griff Voigt eine Kontroverse zwischen "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt und dem evangelischen Pfarrer Stefen Reiche über politische Haltungen in Predigten auf. Poschardt hatte getwittert: "Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?" Anhand des Johannesevangeliums arbeitete der SELK-Bischof heraus, dass Christen nicht "von der Welt", aber "in die Welt gesandt" seien. Hier werde die Spannung beschrieben, in der die Kirche stehe. Man könne sagen, dass der Evangelist hier die Spannung zwischen Steffen Reiche und Ulf Poschardt beschreibe, meinte Voigt.

Der Referent ging dann auf Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses ein, in dem eine Verhältnisbestimmung zwischen "geistlicher Gewalt und weltlicher Obrigkeit" vorgenommen werde. Später merkte Voigt an, dass das deutsche Verständnis von "Gehorsamspflicht" sich spätestens 1933 mit der Machtergreifung der NSDAP als Problem erwiesen habe.

Mit dem besonderen Blick auf die SELK vertrat Voigt folgende These: "Für die Situation der bekenntnislutherischen Kirchen, insbesondere der Altlutherischen Kirche, gilt zudem, dass der Widerstand in Glaubens- und Bekenntnisfragen auf der einen Seite zu einer besonderen Staatstreue mit innerer Politikferne anderseits führte."

In Bezug auf heutige Überfremdungsängste und einer daraus resultierenden Fremdenfeindlichkeit in Europa meinte Bischof Voigt, dass Nationalismus unkirchlich sei, da die Kirche nach ihrem Bekenntnis immer weltweite Kirche sei. Wenn Heimatverbundenheit sich mit Überlegenheitsgefühlen verbinde werde daraus Nationalismus. Der Kirche sei vielmehr ein das Evangelium bewahrender, also konservativer Ansatz ebenso zu eigen wie ein den Menschen in Not zugewandter sozialer Ansatz. Das Evangelium von der Liebe Gottes in Jesus Christus sei ein Gegenüber zur Politik, während der soziale Auftrag der Kirche politisch sei.

Dem Referat folgte eine über einstündige Debatte der zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung, in der unter anderem die Bedeutung des göttlichen Gesetzes, die Umweltfrage und die Predigt von Stefen Reiche erörtert wurden.

Gegenüber selk_news erklärte Voigt anschließend, dass er der unerwartet hohen Teilnehmerzahl über den Gemeindekreis hinaus und der engagierten Debatte entnommen habe, dass das Thema einer Verhältnisbestimmung zwischen Politik und Kirche hochaktuell sei. (SN/MB)

Evangelische Union und SELK - Einladung zum ökumenischen GesprächsabendSuperintendent Brueckmann ad

Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg unserer Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) lädt zusammen mit dem Evangelischen Kirchenkreis Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zu einem ökumenischen Gesprächsabend ein. Er soll am Mittwoch, dem 7. Februar 2018, in der evangelischen Nagelkreuzkapelle Potsdam, Breite Straße 7, in Potsdam stattfinden. Dieser Abend steht unter dem Thema, Union und Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche – Lutherisches Bekenntnis und Herausforderungen der Kirchen heute. Beginnen wird diese Veranstaltung zuvor mit einem Friedensgebet um 18.00 Uhr und soll um 19.00 Uhr mit je einem Referat von Prof. Dr. theol. habil. Werner Klän von der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel (SELK) und dem ehemaligen Leiter der Kirchenkanzlei der Union Evangelischer Kirchen (UEK) fortgesetzt werden. In den Einladungsschreiben, sowohl des evangelischen Superintendenten Dr. Joachim Zehner für den Kirchenkreis Potsdam als auch vom evangelisch-lutherischen Superintendenten Peter Brückmann für unseren Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg, wird die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, an diesem besonderen ökumenischen Abend viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Herzliche Einladung! (MB)

9. Lutherischer Kirchentag in Erfurt Logo Kirchentag 2018 1000px

Vom Freitag 25., bis Sonntag, 27. Mai 2018, findet in der Thüringischen Landeshauptstadt der 9. Lutherische Kirchentag statt.

„Salz der Erde, Licht der Welt – lutherische Kirche in unserer Zeit“, so lautet das Thema. Nachdem im Jahr des 500. Reformationsjubiläums viel Zeit für das Gedenken der Geschichte und der guten Traditionen der lutherischen Kirche war und ist, soll 2018 mutig und gespannt der Blick auf Gegenwart und Zukunft der Kirche geworfen werden. Ermutigung und Stärkung soll von diesem Fest mit seinem biblischen Motto ausgehen.

Im vielfältigen Programm des Kirchentages sind viele Menschen aus Kirche, Politik und Gesellschaft involviert.

Den Kindern wird das Thema des Kirchentages in vielen Erlebnissen nahegebracht. Was hat ein Pizzakarton mit dem Thema des Kirchentags zu tun? Dies herausfinden, spielen, singen, basteln, in eine tolle Mitmach-Ausstellung gehen, den EGA-Park in Erfurt, Kurzfilme drehen und noch anderes mehr. Dies alles sind gute Gründe zum Kinderkirchentag zu kommen.

Alle Generationen gestalten erstmals ein Antependium während des Kirchentages. Dieses wird dann im Abschlussgottesdienst zu sehen sein.

Natürlich wird dies alles gerahmt durch Gottesdienste und viel Kirchenmusik; unter der Verantwortung von Ulrich Schröder, Dresden, und Kantor Georg Mogwitz entsteht ein reichhaltiges kirchenmusikalisches Programm u. a. mit einem großen Konzert in der Erfurter Luther-Kirche.

Der Kirchentag wird am Freitag, 25.5., mit einem festlichen Gottesdienst eröffnet, gefolgt von einer Podiumsdiskussion, die die Frage nach dem Sinn des Glaubens für das eigene Leben und Handeln in den Mittelpunkt stellt. Dazu diskutieren miteinander der Ministerpräsident des Landes Thüringen Bodo Ramelow (Die Linke) sowie seine Vorgängerin Christine Lieberknecht (CDU), Sibylle Heicke aus Schwenningdorf, der Erfurter Journalist Sergej Lochthofen und der Bischof der SELK, Hans-Jörg Voigt.

Darüber hinaus gibt es Bibelarbeiten, Zeit für Begegnungen, Kirchenmusik, Taizéandachten und vieles mehr.

Ab Anfang 2018 können Sie sich günstig mit Frühbucherrabatt zum Kirchentag anmelden.

Also: Auf nach Erfurt!

Näheres: www.selk-kirchentag.de

„Wie politisch darf unsere Kirche sein?“Bischof

Am Freitag, 5. Januar, veranstaltet die Evangelisch-Lutherische Paulus-Gemeinde der SELK in Berlin-Neukölln einen offenen Gesprächsabend mit Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) zum Thema „Wie politisch darf unsere Kirche sein?“. Beginn: 19 Uhr. Themen wie „Flüchtlinge, Armut und Reichtum, Umwelt und Klima, Naturwissenschaft und Technik, Rüstung und innere Sicherheit, Wirtschaft und Handel, Familie und Bildung“ fordern zur Meinungsbildung und -äußerung heraus. Wie kann und soll sich die Kirche äußern und verhalten? (MB/SN)

"... so schreit meine Seele, Gott zu dir!" - Sängerfest der Region Ost in Berlin-Wilmersdorf Kirchewilmersdorf

Der Kirchenmusikalische Arbeitskreis in der Region Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) lädt zu einem Sängerfest am Sonntag, 11. Februar 2018, nach Berlin-Wilmersdorf ein. Es wird mit einem musikalischen Festgottesdienst in der Evangelisch-Lutherischen Kirche "Zum Heiligen Kreuz" gefeiert, der um 14 Uhr beginnt. Der Gesamtchor der Region Ost der SELK singt verschiedene Chorstücke, begleitet von Instrumentalisten. Ebenso bereitet sich ein Kinderchor auf die Mitwirkung vor. Die Gesamtleitung liegt beim Kantor der Region, Georg Mogwitz (Leipzig).

Die Kantate von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott zu dir", eine Vertonung des 42. Psalms, zieht sich wie ein roter Faden durch den Festgottesdienst. Aber nicht nur die Musik eines der bekanntesten Vertreter der Romantik wird zu hören sein, sondern ebenso ein Chorstück eines Zeitgenossen Martin Luthers, Ludwig Senfl (1490-1543), und das "Geistliche Lied" von Johannes Brahms (1833-1897), einem der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte. Die Festpredigt hält der Vorsitzende des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg, Pfarrer Rainer Kempe (Berlin-Neukölln).

"Die Gemeinde Zum Heiligen Kreuz freut sich auf viele Besucher und lädt sehr herzlich in ihre schöne Kirche ein", so Gemeindepfarrer Edmund Hohls. Die Kirche habe "unlängst eine Renovierung und eine Teilwiederherstellung ihres Turmes erfahren." (MB/SN)

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