Altrixdorfer Weihnachtsmarkt 2018 Neuklln

Traditionell am Wochenende des 2. Advents - in diesem Jahr vom 7. bis zum 9. Dezember - findet in Berlin-Neukölln rund um den Richardplatz der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt unter der Schirmherrschaft des Neuköllner Bezirksbürgermeisters, zurzeit Martin Hikel, statt. Der Rixdorfer Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten und stimmungsvollsten Berliner Weihnachtsmärkte, gerade auch wegen seiner natürlichen Beleuchtung. Die nostalgische Kulisse des alten Böhmischen Dorfes am Neuköllner Richardplatz begeistert jedes Jahr: Selbst gemachtes Kunsthandwerk und Bastelwaren sowie kulinarische Genüsse ziehen regelmäßig viele Besucher an. Im behaglichen Schein von Petroleumlampen und Lichterketten, die die Bäume des Platzes schmücken, wird der Bummel zur idealen Einstimmung auf die Feiertage. Unter den angebotenen Waren sind liebevoll gebastelte Kleinigkeiten, kreatives Kunsthandwerk, Spielzeug und Schmuck. Verkaufende sind ausschließlich Vereine, Verbände und Organisationen mit gemeinnützigem Hintergrund. Der Reinerlös dient ausschließlich wohltätigen und karitativen Zwecken. Die Öffnungszeiten für die verbleibenden Tage: Samstag von 14 bis 21 Uhr, Sonntag von 14 bis 20 Uhr.

Die Evangelisch-Lutherische Neuköllner Paulus-Gemeinde  der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ist mit einem eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt vertreten, auf dem unter anderem selbst gefertigte Marmeladen, Hexenhäuser und selbst hergestellter Eierlikör angeboten werden. Die Gemeinde präsentiert sich mit ihrem Stand zugleich der Öffentlichkeit.

Im Rahmen des Weihnachtsmarkt-Kulturprogramms spielt der Posaunenchor der Paulus-Gemeinde unter der Leitung von Rainer Köster am Sonntag, 9. Dezember, um 16 Uhr auf der Hauptbühne traditionelle volkstümliche Advents- und Weihnachtslieder.

Tradition hat nicht nur der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt, Tradition hat auch das Angebot der "Adventsmusik bei Kerzenschein" in der Paulus-Kirche der SELK in Berlin-Neukölln. An den Donnerstagen nach den ersten drei Adventssonntagen gibt es in dieser Angebotsreihe jeweils um 19 Uhr eine Veranstaltung mit "Wort und Musik im Advent". Die drei Abende sind ein Angebot, in der betriebsamen Vorweihnachtszeit zur Ruhe und Stille zu kommen, sich zu besinnen oder einfach mal abzuschalten. Nach der Musik sind Zuhörende und Musizierende eingeladen zu Glühwein, Tee und Gebäck.

Die Reihe wurde am gestrigen Donnerstag mit adventlicher Musik aus und um Taizé eröffnet. Es musizierten Sänger und Instrumentalisten der Paulus-Gemeinde. Am zweiten Abend, Donnerstag, 13. Dezember, erklingt Musik für Blechbläser. Unter dem Thema "Neuköllner Bläseradvent" werden Bearbeitungen aus mehreren Jahrhunderten vorgestellt, neben anderen Kompositionen von Girolamo Frescobaldi, Claudio Monteverdi, Johannes Brahms und Engelbert Humperdinck. Es musiziert der Posaunenchor der Paulus-Gemeinde, Leitung: Rainer Köster. Am dritten Abend, 20. Dezember, gibt es Adventsmusik aus alter Zeit. Dort erklingen Werke von Adriano Banchieri, Benedetto Marcello, Friedrich Wilhelm Zachow und Michael Praetorius. (SN/MB)

Erklärung durchstreichen lassen - Pfarrer Dr. Martens kritisiert scharf Erläuterungen zur Lutherbibel Pfarrer Dr. Martens a

Zur der neuesten Revision der Bibel in der Übersetzung Martin Luthers ("Lutherbibel 2017") nimmt Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D. von der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz im aktuellen "Pfarrbrief" seiner Gemeinde Stellung. Die Revision wurde auch in der SELK zum Gebrauch freigegeben.

Zunächst würdigt Martens die Lutherbibel im Gegenüber zu anderen Übersetzungen: "Die Prägekraft dieser Übersetzung für unsere heutige deutsche Sprache, aber gerade auch für die Sprachwelt unserer lutherischen Kirche kann kaum überschätzt werden." Von daher lasse sich die Übersetzung der Bibel durch Martin Luther auch durch keine noch so gelungene Übersetzung einer Kommission ersetzen, "und wir tun gerade als lutherische Kirche gut daran, diese sprachlich so gelungene und zugleich so eng an den Urtext angelehnte Übersetzung nicht schnell einmal durch eine scheinbar leichter eingängige Übertragung der Bibel zu ersetzen."

Der schwerpunktmäßig unter Geflüchteten arbeitende Seelsorger stellt Grundsätze der neuen Revision der Lutherbibel dar und zeigt an Beispielen auf, wie diese umgesetzt wurden. Natürlich könne man seine Fragezeichen an die eine oder andere Übersetzung eines Verses setzen. Die "vollkommene" Übersetzung der Bibel werde es aber ohnehin niemals geben. Darum sei auch die Lutherbibel 2017 kein Ersatz für das Theologiestudium der Pfarrer, das ja ganz wesentlich auch das Studium der Ursprachen Hebräisch und Griechisch mit einschließe. "Und vor allem wissen wir gerade auch als lutherische Kirche darum, dass wir die Heilige Schrift immer in der Gemeinschaft der Kirche lesen und uns von dieser Gemeinschaft in unserem Verstehen der Heiligen Schrift helfen und leiten lassen. Gerade unter diesem Vorzeichen halte ich es allerdings für gut und richtig, dass sich unsere SELK entschieden hat, die Lutherbibel in der Revision von 2017 für den kirchlichen Gebrauch zu übernehmen."

Sehr kritisch äußert sich der promovierte Theologe zu den "Sach- und Worterklärungen", die in den Bibelausgaben dem eigentlich biblischen Textbestand als Anhang beigegeben sind. Hier finde sich zum Teil "Haarsträubendes". Als Beispiel zitiert Martens die Erläuterung zum Stichwort "Abendmahl". Es sei "unfasslich, wie viele Häresien hier auf wenigen Zeilen zusammengefasst sind". Das Abendmahl werde in dieser Erläuterung von vornherein als Erinnerungsmahl beschrieben und Seite an Seite mit heidnischen Gemeinschaftsmahlen gestellt. Es sei nicht "von Christus selbst eingesetzt" (Kleiner Katechismus Martin Luthers), habe auch keinen Bezug zum Passamahl, sondern sei "Ergebnis von verbindenden Erinnerungen der Christen an Mahlzeiten von Jesus während seines irdischen Wirkens und liturgischen Überformungen, aus denen offenbar nur noch eines zu erkennen ist: Dass die Einsetzungsworte nur etwas ,deuten', aber nicht etwas bewirken - und dass sie sich darüber hinaus auch gar nicht auf die Elemente, sondern nur auf die Handlungen beziehen." Es sei nicht zu begreifen, so Martens, dass in einer Bibel, die den Namen Martin Luthers trage, ein Verständnis des Abendmahls beschrieben werde, das dem, was Martin Luther so wichtig gewesen sei, diametral widerspreche und das Verständnis der lutherischen Kirche vom Abendmahl offen als unbiblisch darstelle. Martens: "Ich habe meine Konfirmanden dieses Sammelsurium von Häresien im Konfirmandenunterricht bewusst in ihrer Bibel durchstreichen lassen."

Blättere man dann weiter durch die Sach- und Worterklärungen, meint Martens, müsse man dort dann beispielsweise auch lesen, dass es im Neuen Testament angeblich in der Schwebe bleibe, "wie sich Jesu Abstammung von Gott und seine irdische Abstammung von David zueinander verhalten." Die Aussage, dass Jesus von einer Jungfrau geboren sei, werde mit entsprechenden Aussagen über Herakles oder Alexander den Großen gleichgesetzt, und erklärt, dies sei "nicht als biologisches Wunder" zu verstehen. Zum Thema des Opfertodes Christi werde forsch erklärt, "das Motiv der Stellvertretung" stehe "nach neuerer Forschung nicht im Zentrum des Interesses" im Neuen Testament. Und zum Thema Taufe erkläre man: "Die Taufe wurde wohl nur an Erwachsenen vollzogen". Zugleich fehle jeder Hinweis auf die Bedeutung der christlichen Taufe; es werde nur darauf verwiesen, dass das Vorbild der christlichen Taufe die Taufe Johannes des Täufers sei, die aufgrund einer freiwilligen Entscheidung des Taufbewerbers vollzogen werde. "Es ist nicht zu fassen, dass sich solche Aussagen einer baptistischen Tauftheologie in einer Bibel finden, die den Namen Martin Luthers trägt", erklärt der Theologe und resümiert, dass er zwar die Verwendung der Übersetzung der revidierten Lutherbibel 2017 in den Gottesdiensten seiner Kirche befürworte; er könne aber "den Gebrauch der Lutherbibel 2017 als Buch nur mit einer deutlichen Einschränkung beziehungsweise Warnung vor so manchen Aussagen in den Erklärungen am Ende der Lutherbibel empfehlen." Doch aus diesen Erklärungen werde im Gottesdienst ja glücklicherweise nichts vorgelesen. (SN/MB)

AdventsmusikTaizé-Gottesdienst in der Ev.-Luth. Paulusgemeinde Neukölln

Die Evangelisch-Lutherische Paulus-Gemeinde der SELK in Berlin-Neukölln bietet wieder die „Adventsmusik bei Kerzenschein“ an, jeweils am Donnerstag; Beginn: 19 Uhr. Am 6. Dezember wird eine Taizé-Andacht gefeiert. Am 13. Dezember folgt der Neuköllner Bläseradvent mit dem Posaunenchor der Paulus-Gemeinde unter Leitung von Rainer Köster. Am 20. Dezember gibt es Advents- und Weihnachtsmusik aus alter Zeit mit Vokalisten und Instrumentalisten der Paulus-Gemeinde. Nach allen Musiken besteht die Einladung zu Glühwein und Gebäck. (MB/SN)

Vikar Turunen zum Amt der Kirche ordiniert2018 11 30 Turunen d Buettner

„So weihe ich dich zum Diener der Einen heiligen, allgemeinen und apostolischen Kirche, im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!“ So hieß es am gestrigen Gedenktag des Apostels St. Andreas, an dem Vikar Marco Turunen, Berlin-Steglitz, durch Bischof Hans-Jörg Voigt D.D., Hannover, von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zum heiligen Amt der Kirche ordiniert wurde.

In der überfüllten Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitskirche (SELK) in Berlin-Steglitz mit über 350 Gottesdienstbesuchern, wurde der Gottesdienst multilingual gefeiert. Neben Deutsch war vor allem Farsi, die Sprache der Iraner, zu hören. Aber auch lateinisch, englisch und finnisch konnte man vernehmen. Turunen ist Finne, Kirchglied der SELK, und wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau Siiri Turunen von der Missionsgesellschaft Lutheran Evangelical Assoziation of Finland zur Missionsarbeit in die Dreieinigkeits-Gemeinde Steglitz entsandt.
So wurden im Rahmen der Ordinationshandlung biblische Voten in Turunens Heimatsprache Finnisch durch Missionsdirektor Pfarrer Ville Auvinen, Helsinki, und von Turunens Vater, selbst auch Pfarrer, gesprochen. Neben diesen und weiteren Pfarrern sprach auch Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D., Berlin-Zehlendorf, der an diesem Tage seinen 59. Ordinationstag begehen konnte, ein Votum. Bei der Ordination assistierten neben Pfarrer Auvinen, Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D., Berlin-Steglitz, und Missionar Hugo Gevers, Leipzig. Vor der Ordination betete die Gemeinde die Litanei an den Heiligen Geist, wie es im Entwurf Amt, Ämter, Dienste, als eine Möglichkeit vorgesehen ist.

In seiner Ordinationsansprache über Johannes 1,35-42 ging Bischof Voigt zunächst darauf ein, dass Gott in den Dienst der Kirche ruft. So wie er Turunen in seinen Dienst heute gerufen habe, so hat er den Apostel St. Andreas in seine Nachfolge gerufen. Begabt von Gott führt der Apostel St. Andreas Menschen zu Jesus. Zu Turunen gewandt, meint der Bischof: „Gott hat Sie schon begabt und begabt Sie heute ganz besonders. Heute aber werden Ihnen die besonderen Gaben des Heiligen Geistes anvertraut, die es notwendig braucht, um im Auftrag Jesu predigen zu können, Sünden vergeben zu können, die Sakramente austeilen zu können.“ Von Gott gesandt habe er den Apostel Andreas nach altkirchlicher Überlieferung nach Kleinasien gesandt, ins Gebiet des heutigen Rumäniens und Russlands, um dort den christlichen Glauben zu verkündigen. „Gott hat sie hierher nach Berlin gesandt. Das waren ganz menschliche Wege. Deshalb sind wir der Missionsgesellschaft Lutheran Evangelical Assoziation of Finland (LEAF) sehr dankbar, dass Sie und ihre liebe Frau nach Berlin gesandt worden sind. Vor allem sind wir Gott dankbar, dass er Sie sendet.“ So sei es Gott allein, der ruft, begabt und sendet.

Nach der Ordination setzte der neu ordinierte Geistliche zum ersten Mal das Heilige Abendmahl ein. Präfationsgebet und Konsekration sprach er in Farsi. Während der kaum enden wollenden Sakramentsausteilung mit über 300 Kommunikanten erklangen persische Lieder durch den gemeindeeigenen Chor. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Gemeindesaal Büfett mit „Essen aus Luthers Zeiten".
Die Dreieinigkeits-Gemeinde ist mit ca. 1800 Gemeindeglieder eine der größten in der SELK und Anlaufstelle für Geflüchtete vornehmlich aus dem Iran und Afghanistan. Als Berliner Flüchtlingskirche besteht diese Kirchengemeinde mehrheitlich aus Geflüchteten. Ehepaar Turunen wird die Arbeit unter ihnen künftig auf vielfältige Weise unterstützen und fördern. (MB)

60 Jahre Brot für die Welt

Süß - Müller - RothMit einem Festakt im Deutschen Theater in Berlin feierten am 28. November rund 700 Personen den 60. Geburtstag von Brot für die Welt. Altbundespräsident Dr. Joachim Gauck und Dr. Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister, waren unter den Gästen. Die SELK vertraten (von links) Rektor Stefan Süß vom der SELK zugeordneten Gubener Naëmi-Wilke-Stift (NWS), Mitglied im Aufsichtsrat des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung sowie ab 1. Januar 2019 auch im Trägervorstand des Kindergartens St. Marien der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf, Pfarrer Markus Müller, künftiger NWS-Rektor, und Bischof i.R. Dr. Diethardt Roth. (MB/SN)

SELK


 

 

Superintendentur


 

Superintendent Peter Brückmann

Usedomer Straße 11

13355 Berlin

Telefon: 030-92 36 12 66

wedding@selk.de